(Innovations-)
Anregende Gespräche im Finance World Café
Das Finance World Café ist so einfache wie überaus wirkungsvolle
Dialogmethode, um eine Gruppe in entspanntem Café-Ambiente zu einem intensiven
Gedankenaustausch zu bringen. Ziel ist, gemeinschaftlich kreative Lösungen zu
entwickeln und durch neues kollektives Wissen innovative Handlungsoptionen zu
eröffnen.
Je vier bis fünf Teilnehmer sitzen an kleinen Tischen beim Kaffee. Das
Gesprächsthema wird zuvor mit einer oder mehreren Fragen definiert. In der
ungezwungenen Atmosphäre lässt man sich aufeinander ein. Nach ca. 30 bis
45 Minuten wechseln die bisherigen Kleingruppen bis auf den „Gastgeber“ an neue
Tische, wo sie die Erkenntnisse der letzten Runde einbringen. Allmählich wird
das Thema vertieft, die Ideen und Anschauungen verknüpfen sich miteinander. Auch
wenn es nicht in erster Linie darum geht, Maßnahmen zu erarbeiten, so entdeckt
doch jeder Beteiligte neue Handlungsmöglichkeiten.
Das Finance World Café …
ermöglicht den Zugang zu neuen Ideen und neuem Wissen.
nutzt die kollektive Intelligenz.
lässt die Gruppe unerwartete Einsichten entwickeln.
ist das derzeit einzige Dialoginstrument praktisch ohne
Gruppengrößenbeschränkungen.
lässt jeden Teilnehmer zu Wort kommen.
ermöglicht in kleinen Tischrunden auch eher schüchternen Menschen,
sich einzubringen.
Der angeregte wie anregende Gesprächsfluss wird mittels „Live-Recording“
dokumentiert: Das „Finance World Café“ macht die gemeinsame Antwort der
Teilnehmer auf alle Fragen sichtbar. Neben anderen Werkzeugen kann ein
professioneller, visuelle schlagfertiger Simultanzeichner Schlüsselerkenntnisse
festhalten, die er direkt in eine Bildgeschichte umsetzt. Die Ergebnisse können
z. B. im Foyer des Unternehmens allen Mitarbeitern zugänglich gemacht werden.
Darüber dokumentiert das „Live-Mapping“ Ergebnisse wirksam.
Anwendungsmöglichkeiten
Serviceoptimierung
kundenorientierte Produktentwicklung
Einleiten von Veränderungsprozessen
u. v. m.
Wie funktioniert das Finance World Café konkret?
Zeit: 2 Stunden bis 2 Tage
Teilnehmer: ab 12 Personen
Grundsatz: Entscheidend für die Ergebnisse eines Finance World Cafés sind
die präzise Vorbereitung und die Qualität der Fragen. Sie müssen kraftvoll sein,
einfach und klar, sie müssen neue Perspektiven eröffnen und Energien freisetzen.
Im Finance World Café sind die Gedanken frei – Ergebnisse werden im Prozess
erzielt und implementiert.
Wichtig: Es sollte eine möglichst heterogene Gruppe aus Personen mit
verschiedenen Interessen, unterschiedlicher Hierarchiestufen, Geschlechter,
Altersgruppen etc. zusammengestellt werden.
Umgebung: Eine einladende Atmosphäre – Café-Ambiente mit Bistro-Tischen,
an denen je vier bis fünf Personen Platz finden – ist vorteilhaft. Für
Verpflegung sollte ebenfalls gesorgt sein.
Dokumentation: Die Dokumentation der Ergebnisse erfolgt durch die
Teilnehmer selbst und wird durch Live-Recording (visuelles Simultanprotokoll)
und Live-Mapping (auf beschreibbaren Tischdecken) gestützt.
Hintergrundinformationen:
Mitte der 90er Jahre entstand diese Methode eher zufällig während eines
Dialogprozesses. Daraufhin wurde das „World Café“ in den Vereinigten Staaten
sehr schnell populär. Seit einigen Jahren greift das „World-Café-Fieber“ auch in
Deutschland um sich und begeistert Organisationen und Unternehmen aller
Branchen. „Es gibt nur wenige Prozesse, die es in gleichem Maße fertig bringen,
Menschen zum gemeinsamen Nachdenken anzuregen – ob Führungskräfte-Retreats,
Budget- und Planungsmeetings oder Großgruppenkonferenzen mit mehr als 1000
Teilnehmern“, schreibt Peter Senge, Senior Lecturer am Massachussetts Institute
for Technology, in einem Nachwort in dem Buch “The World Café – Shaping Our
Futures Through Conversations That Matter” von Juanita Brown und David
Isaacs.
Literaturempfehlungen:
„Die fünfte Dimension“, Peter Senge