Im Real Time Strategic Change (RTSC) werden Top-down-Vorgaben mit
Bottom-up-Lösungen verschmolzen: RTSC ermöglicht es, bis zu über 1.000 Personen
gleichzeitig an einem Entwicklungs- oder Klärungsprozess zu beteiligen.
Die Zielsetzungen eines RTSC können sehr unterschiedlich sein: RTSC eignet
sich für Themen wie Kundenorientierung, Verbesserung der Zusammenarbeit oder
Weiterentwicklung der internen Kommunikation. Mit RTSC können aber auch neue
Projekte, Produkte, Dienstleistungen, Organisationsstrukturen und Arbeitsabläufe
lanciert werden. Ideal eignet sich RTSC auch für die Ausgestaltung und
Weiterentwicklung von unternehmensweiten Neuausrichtungen – für strategischen
Wandel.
Eine RTSC-Konferenz beginnt mit einer Phase der Sensibilisierung. Hier wird
die aktuelle Realität reflektiert, wach- und aufgerüttelt und der "Leidensdruck"
sichtbar gemacht; so wird klar, wie dringend eine Veränderung erforderlich ist.
Je nach Problemstellung kommen interne oder externe Experten, Kunden, vielleicht
auch Lieferanten zu Wort. Wenn der Handlungsbedarf geklärt ist (U), werden die
Top-down-Vorgaben eingebracht. Die Teilnehmenden diskutieren die präsentierten
Vorgaben, entwickeln auf dieser Basis ein gemeinsames Bild der möglichen
Umsetzung (V) und gestalten dieses mit der Darstellung von Zielen, Werten,
Schlüsselprojekten und Programmen oder Projekten (S) aus. Für eine erfolgreiche
RTSC-Konferenz braucht es eine möglichst breite Beteiligung aller betroffenen
Gruppen und Hierarchiestufen.
In einer RTSC-Konferenz sitzen die Teilnehmenden in wechselnden Achterkreisen
in einem Raum und folgen einer im Voraus strukturierten Abfolge von
Arbeitsschritten mit offenen Inhalten. In der Kooperation entstehen
Identifikation und die Basis für Detailstrategien und Lösungsansätze.
Schließlich erarbeiten die bis zu 350 (oder bei entsprechenden Anpassungen auch
über 1.000) teilnehmenden Personen die Übertragung in den Alltag.
Zeit: 1 bis 3 Tage
Grundsatz: Die RTSC-Konferenz baut auf der Change-Formel von Beckhard
auf, wonach es drei Elemente braucht, damit Wandel (W) passieren kann:
Unzufriedenheit mit der momentanen Situation (U), eine gemeinsame Vision (V) und
erste sichtbare Schritte der Umsetzung (S). Die drei Faktoren müssen größer sein
als die Beharrungskräfte (B).
Die Change-Formel: W = U x V x S > B